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LADA - Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen

LADA - Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen

Foto: DAK Typ-1-Diabetes wurde lange Zeit auch juveniler Diabetes genannt, da er in der Regel bei Kindern, jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt. Doch es gibt auch Ausnahmen. Tritt die Zuckerkrankheit mit Insulinmangel im mittleren Lebensalter, wie es die Mediziner nennen, auf, spricht man von der selteneren Form LADA (latent onset autoimmune diabetes in adults).

Da die Symptome zusammen mit den erhöhten Blutglukosewerten jedoch erst bei Erwachsenen auftreten, wird er nicht selten mit dem für dieses Alter typischen Typ-2-Diabetes verwechselt. Es erfolgt meist eine Behandlung mit Diät und/oder Tabletten, denn oft ist die Bauchspeicheldrüse zumindest noch zum Teil funktionstüchtig. Werden bei der Therapie Antidiabetika eingesetzt, die die Insulinausschüttung anregen, bleibt diese einen gewissen Zeitraum noch aufrecht erhalten. Doch damit ist die Zerstörung der Betazellen, die bei einer Autoimmunkrankheit immer weiter fortschreitet, nicht aufzuhalten. Und genau darum handelt es sich - ähnlich dem üblichen Typ-1-Diabetes - bei einem LADA. Meist innerhalb weniger Monate nach der Diagnose ist der Betroffene auf Insulin angewiesen.

Unterschied zum Typ-2-Diabetes

Der Grund, weshalb LADA-Patienten im Gegensatz zum üblichen Typ-1-Diabetiker auch eine gewisse Zeit mit oralen Antidiabetika auskommen, liegt darin, dass die Zerstörung der Betazellen relativ langsam vor sich geht und eine Restfunktion länger aufrecht erhalten bleibt.
Auch eine Änderung der Lebensweise hin zu gesunder Ernährung und zu ausreichend Bewegung zeigt zwar am Anfang einen positiven Effekt, doch während dies bei Typ-2-Diabetikern dauerhaft die Insulinresistenz verbessert, kann der LADA-Betroffene nur kurzzeitigen Erfolg erzielen. Denn letztendlich nimmt die körpereigene Produktion des Hormons zwar langsam aber stetig immer weiter ab.

LADA-Patienten sind im Gegensatz zu Altersdiabetikern nicht übergewichtig und auch das metabolische Syndrom (Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, usw.) spielt hier keine Rolle. Eine Untersuchung auf spezielle Antikörper bringt hier Klarheit. Denn anders als bei Typ-2-Diabetikern finden sich hier solche gegen die insulinproduzierenden Betazellen im Blut.
Bei etwa einem Drittel aller neudiagnostizierten Altersdiabetiker im Alter von 25 bis 34 Jahren handelt es sich tatsächlich um späte Typ-1er. Je älter die Betroffenen sind, um so geringer wird ihr Anteil. Bei Patienten, die zwischen 54 und 65 Jahren neu erkranken, zählen nur noch acht Prozent dazu.

Restfunktion der Bauchspeicheldrüse nimmt ab

Obwohl auch von LADA Betroffene am Anfang noch eine teilweise funktionierende Insulinausschüttung haben, unterscheiden sie sich hier ebenso von Typ-2-Diabetikern: Denn ihre Bauchspeicheldrüse produziert nur noch eine geringe Menge des Hormons - im Gegensatz zum Altersdiabetiker, dessen Insulinspiegel zu Beginn der Erkrankung oft noch ziemlich hoch ist. Auch eine Stimulation des Organs mit Hilfe einer Glucagonspritze zeigt hier kaum Wirkung - ein Zeichen dafür, dass die Produktivität der Betazellen weiter abnimmt.


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Autor: Ramona Völkl

Quelle: www.diabetes.uni-duesseldorf.de
www.gesundheitpro.de
Reuter, P. "Springer Lexikon Medizin", Berlin Heidelberg New York (2004)
De Gruyter, W. "Pschyrembel Klinisches Wörterbuch", Berlin (2002)

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