Erstellt am: 24.10.2003
Letzte Änderung am: 24.10.2003
Er misst in etwa die Länge vom Handgelenk bis zum Ellenbogen - der Fuß. In seiner Bedeutung verkannt, wird er tagtäglich in Socken und Schuhe gesteckt. Besonders ansehnlich finden ihn die Wenigsten. Zu unrecht, denn haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie der Alltag ohne Füße aussehen würde? Ein gemütlicher Spaziergang durch den Park, der Gang zum ersten Date, ein ausgiebiger Einkaufsbummel - dies alles wäre ohne sie nicht möglich.
In den kommenden Wochen wird der Fuß bei D'Gate etwas näher unter die Lupe genommen werden. Auf den folgenden Seiten sollen Wissenswertes und Tipps rund um Funktion, Bedeutung, Pflege und medizinische Behandlung des Fußes vorgestellt werden.
Eine geniale Konstruktion
Füße verhelfen uns im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Insgesamt 28 Knochen und 30 kurze Fußmuskeln geben dem Körper Stabilität und Beweglichkeit. Eine geniale Konstruktion, die es dem Menschen ermöglicht, zu hüpfen, zu springen und zu laufen, ohne dabei Schaden zu nehmen.
Der Fuß lässt sich in die drei großen Bereiche Rück-, Mittel- und Vorderfuß gliedern. Der Rückfuß bezeichnet den Bereich der beiden spezialisierten Fußwurzelknochen (Fersen- und Sprungbein). Die eigentliche Ferse wird von einem Fortsatz des Fersenbeins gebildet. Die übrigen fünf Wurzelknochen sind durch stabile Bänder und Gelenkflächen miteinander verbunden und bilden somit den Mittelfuß. Im vorderen Teil des Fußes befinden sich die fünf Mittelfußknochen. Daran schließen die Fußfinger (Zehen) an. Vergleichbar mit den Handfingern ist die Großzehe aus nur zwei Elementen und die übrigen Fußfinger aus drei Elementen aufgebaut.
Kleiner Bau große Wirkung
Verglichen mit ihrer Größe leisten die Füße Überdurchschnittliches. Ihr Aufgabenbereich liegt in der Bewegung, Haltung und Balance des Körpers. Als Zweibeiner ist der Mensch ganz unterschwellig ständig damit beschäftigt, das Gleichgewicht zu halten und damit einen aufrechten Gang zu ermöglichen. Schwieriger wird es, wenn eine Bewegung einsetzt.
Das untere und obere Fußgelenk ermöglichen die Fortbewegung. Voraussetzung ist ein elastisches Fußgewölbe, welches den Körper stützt und festigt. Durch falsches Schuhwerk verkümmern viele Füße. Das Tragen von Schuhen von Kindesalter an lässt dem Fuß keine Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu entfalten. Barfußlaufen wird für den "verweichlichten Fuß" zu einem schmerzhaften Erlebnis. Die schützende Hornhaut gilt als Schönheitsmakel und wird beseitigt.
Viele Menschen mit Diabetes wissen um die Bedeutung eines Schutzschildes für die Füße. Knapp 10 % der Betroffenen leiden unter dem Diabetischen Fußsyndrom, kurz Diabetischer Fuß. Bei jedem fünften Diabetiker entsteht im Laufe seines Lebens ein Fußgeschwür. Grund dafür sind auftretende Durchblutungsstörungen und/oder Nervenschäden. Diese Störungen erscheinen meist bei Typ2 Diabetikern mit hohen Blutzuckerwerten. Bei der diabetischen Nervenstörung verbindet sich der überschüssige Zucker mit Eiweißen der Nervenfasern. Warnsignale des Körpers, wie Beschwerden in den Waden, Krämpfe beim Gehen, Druckstellen etc. können nicht ins Gehirn weitergeleitet werden.
Zusätzlich ist die Haut durch eine schlechte Durchblutung besonders im Bereich der Füße besonders anfällig. Gefahr besteht darin, dass der Betroffene Blasen, Schnitte, Druckstellen etc. erst spät oder gar nicht bemerkt. Ernsthafte Verletzungen können die Folge sein. Spezielle Schuhe, Pflege, medizinische Beratung und Behandlung durch den Podologen sind daher unablässig. Ein Blick über die Schulter eines Podologen soll über dessen Arbeit aufklären. Zusätzlich haben wir noch allerhand Interessantes über das "Barfuß-Projekt", Fußpfleger und der Fußreflexzonenmassage für Sie bereitgestellt.
Viel Spaß beim Lesen!
Autor: Steffi Dörries
Quelle: Redaktion