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Folgeschäden verhindern

Folgeschäden trotz Späterkennung verhindern

Typ-2-Diabetes wird meist erst spät erkannt. Eine schnelle und vor allen Dingen intensive Blutzuckersenkung soll das erhöhte Risiko für Folgeschäden in Grenzen halten

Das große Problem des Typ-2-Diabetes ist nach wie vor die Späterkennung der Erkrankung. Neue Studien ergeben, dass der Altersdiabetes erst durchschnittlich vier Jahre nach einer bereits möglichen Erkennung durch einen Glucosebelastungstest diagnostiziert wird. Der genaue Beginn der Erkrankung liegt dann meist schon länger zurück. Weiterhin besagt die Studie, dass durchschnittlich erst 16 Jahre nach einem auffälligen Glucosebelastungstest überhaupt mit einer intensiven Therapie durch Insulin begonnen wird.

Folgen einer späten Behandlung

Die logische Konsequenz einer späten Diagnose oder Behandlung sind die Folgeschäden eines Diabetes mellitus, die durch eine Nicht-Behandlung natürlich stark begünstigt werden.
Das Risiko einer Entwicklung von Retinopathie(Augenerkrankung), Nephropathie (Nierenerkrankung) oder einer Neuropathie (Nervenleiden) sowie des diabetischen Fußsyndroms steigt immens. Auch die Rate an Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten liegt wesentlich höher.

Primäres Ziel: schnelle, normnahe Blutzuckereinstellung

Fest steht, dass man dieses erhöhte Risiko nicht eingehen muss. Eine nach der Diagnose sofort eingeleitete, schnelle und intensive Blutzucker- und Blutdrucksenkung reduziert das Auftreten diabetischer Komplikationen. Hierbei erweisen sich meist die Kombinationstherapien als wirkungsvoll.

Insulin in Kombination

Eine lange Therapie nur mit oralen Antidiabetika (OAD) zahlt sich meist nicht aus. Zwar ist durch die Kombination verschiedener OADs möglich, um den Blutzucker zu senken, dies dauert meist aber länger und kann auch zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Hinzu kommt, dass man genau beachten muss, welche OADs für einen selbst in Frage kommen.
Eine frühzeitige Kombination von oralen Antidiabetika und Insulin erweist sich als effiziente Methode, schnell eine normnahe Stoffwechseleinstellung zu bewirken. Bei akuten Stoffwechselentgleisungen, eines Gestationsdiabetes oder einem Herzinfarkt sollte auf eine Mono-Insulintherapie umgestellt werden.
Zu beachten ist, dass mit Beginn einer Insulinbehandlung, eine Patientenschulung zum Erlernen der Stoffwechsel- und Insulintherapie unumgänglich ist.

So sollte man bei der Diagnose des Typ-2-Diabetes, nicht allzu sehr und allzu lange vor einer Insulintherapie zurückschrecken. Denn nachweislich lässt sich hiermit das Risiko für Diabetes-Spätfolgen begrenzen.
Wer dennoch Bedenken hat, sollte sich vertrauensvoll an seinen Arzt wenden und mit ihm gegebenenfalls die Möglichkeiten einer Kombinationstherapie besprechen.

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