Erstellt am: 19.02.2003
Letzte Änderung am: 19.02.2003
Das Blut spiegelt fast alle Stoffwechselvorgänge im Körper wider. Die Höhe des Blutzuckers kann ein Hinweis auf Diabetes sein.Das Blut spiegelt fast alle Stoffwechselvorgänge im Körper wider. Die Geschwindigkeit, mit der sich Blutzellen absetzen, weist auf Entzündungen im Körper hin. Die Höhe des Blutzuckers kann ein Hinweis auf Diabetes, ein erhöhter Cholesterinwert ein Faktor für ein Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko sein.
Blutdruck - Was die Werte bedeuten
Das Blut braucht für einen Umlauf durch den Organismus etwa eine Minute. Das heißt: Das Herz pumpt pro Tag über 7000 Liter durch den Kreislauf. Ohne Druckgefälle könnte diese Menge in den Adern nicht kursieren. Wie hoch es ist, bestimmen die Pumpleistung des Herzens und der Durchmesser der Blutgefäße. Der Druck entsteht, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, um das Blut in die Arterien zu pressen. Dann ist die Pression in den Gefäßen höher (systolischer Druck). Entspannt sich der Muskel, fällt sie entsprechend ab (diastolischer Druck). Aus diesem Grund ermittelt die Blutdruckmessung immer zwei Werte, die man in Millimetern (mm) auf einer Quecksilbersäule angibt.
Die wichtigsten Werte:
Normale Werte bei Kindern bis 10 Jahren: 90/60 mmHg
Normale Werte bei Erwachsenen: 120/80 mmHg
Niedriger Blutdruck (Hypotonie): unter 105/60 mmHg
Erhöhter Blutdruck (Grenzwerthypertonie): 140/90 bis 160/95 mmHg
Hoher Blutdruck (Hypertonie): über 160/95 mmHg
Bitte beachten Sie dabei, dass die Werte für sich betrachtet noch keinen Befund ergeben. Der Arzt kann sie erst im Zusammenhang mit den Symptomen des Patienten interpretieren.
Für die Laborwerte gelten meist untere und obere Grenzen. Diese Werte sind der Standard, die 95 % der gesunden Menschen aufweisen. Das bedeutet aber, dass fünf Prozent von der Norm abweichen, obwohl sie gesund sind.
Außerdem beeinflussen verschiedene Faktoren wie Geschlecht, Alter, Ernährung, Genussgifte, Medikamente, Ruhe- oder Stresszeiten, die Schwankung von Laborwerten.
Blutzucker - leiden Sie unter Diabetes?
Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequellen unseres Organismus. Sie werden im Darm zu Glukose (Traubenzucker) umgewandelt. Traubenzucker ist einer der wichtigsten Energieträger im Blut.
Das Hormon Insulin steuert den Glukosehaushalt im Körper. Es bewirkt, dass der Blutzucker in den Zellen aufgenommen und dort verwertet werden kann. Steigt nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel, setzt die Bauchspeicheldrüse Insulin frei. Es ist das einzige blutzuckersenkende Hormon im Organismus. Kann die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren oder ist die Wirkung des Hormons vermindert, entwickelt sich die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Weltweit leiden nach Auskunft der WHO 135 Millionen Menschen an Diabetes. Diabetes ist eine der Stoffwechselerkrankungen, die zum so genannten metabolischen Syndrom gehört. Dazu zählen außerdem Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Fettsucht.
Entscheidend für die Bestimmung des Blutzuckerspiegels ist, dass der Patient nüchtern ist, also mindestens zwölf Stunden vor der Blutabnahme nichts gegessen hat. Folgende Werte gelten für die übliche Abnahme des Bluts aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe. Zu Grunde gelegt wurden dabei die neuesten Regeln der American Diabetes Association.
Blutzuckerspiegel:
Normalwert (nüchtern): 70 - 98 mg/dl Grenzbereich (gestörte Glukosetoleranz): 98 - 110 mg/dl Diabetes: über 110 mg/dl
Autor: Redaktion
Quelle: www.focus.de