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HbA1c-Wert-Umfrage

Kennen sich Diabetiker mit ihrer Krankheit wirklich aus? - Die HbA1c-Wert-Umfrage

Was genau ist der HbA1c-Wert und welche Bedeutung hat er bei Typ-2-Diabetes? Oder kennen sie diesen Begriff etwa gar nicht?

Dies sollten sie in ihrem eigenen Interesse schnellst möglich nachholen, denn die Ergebnisse der Patienten-Umfrage "Was bedeutet HbA1c?" des Deutschen Diabetes-Forschungsinstituts (DDFI) ergeben, dass gut informierte Diabetiker weitaus besser eingestellt sind als andere. Eine weitere beruhigende Erkenntnis ist ein allgemein relativ gutes Wissen über den HbA1c-Wert und seine Bedeutung.

Die HbA1c-Wert-Umfrage

Die Umfrage wurde Ende Juli vom DDFI vorgestellt. Bundesweit hatten sich insgesamt 10.469 Diabetiker an der Aktion des Gesundheitsmagazins "Diabetiker Ratgeber" beteiligt und Auskunft über ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Einstellungen zum HbA1c-Wert gegeben.
Die Ergebnisse zur medizinischen Versorgung waren äußerst positiv. Zum Zeitpunkt der Umfrage waren etwa 45 % der Teilnehmer auf eine Insulin- Monotherapie eingestellt. Bei etwa 35 Prozent wurde versucht, den Blutzuckerspiegel durch diätetische Maßnahmen, körperliche Aktivität und eine Lebensstiländerung zu regulieren. Circa 22 Prozent der Patienten erhielten nach eigener Aussage eine Therapie mit mehreren Tabletten. Nur etwa 16 Prozent wurden mit einer Kombinationstherapie behandelt.
Bei allen Therapieformen lag der HbA1c-Wert auf einem ähnlich guten Niveau zwischen 6,5 und 7,3 Prozent. "Man kann daraus schließen, dass die jeweils behandelnden Ärzte die Therapie adäquat durchgeführt haben", so die Interpretation von Prof. Dr. Werner Scherbaum, ärztlicher Direktor der Diabetes-Klinik am DDFI und Schirmherr der Befragung.

Wissen ist Macht

"Wissen ist Macht" - so ein weiteres Fazit der HbA1c-Wert-Umfrage. So scheinen gut informierte Diabetiker auch mit ihrer Blutzuckereinstellung professionell umzugehen. "Gut informierte Diabetiker sind gleichzeitig gut eingestellt" so das Resümee von Prof. Dr. Scherbaum.
Mehr als die Hälfte der Befragten (60 %) war mit einem HbA1c-Wert unter sieben Prozent zufriedenstellend eingestellt. Gleichzeitig zeigte sich ein relativ gutes Wissen über den HbA1c-Wert und seine Bedeutung.

Deutliches Interesse an Information vorhanden

Die Umfrage belegt erneut, wie wichtig es für Diabetiker ist, sich mit der Krankheit auseinander zu setzen und sich fortlaufend zu informieren. Von der überwältigenden Resonanz auf die Umfrage zeigte sich insbesondere Prof. Werner Scherbaum sehr überrascht. "Die Tatsache, dass die Antworten gleich körbeweise bei uns eintrafen, zeigt das enorme Informationsbedürfnis der Betroffenen. Während wir für Typ 1 Diabetiker von einer exzellenten Versorgung ausgehen können, liegt bei der Einstellungssituation von Typ von Typ 2 Diabetikern noch einiges im Argen."

Ergebnisse dennoch nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung

Der Vorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes Landesverband NRW e.V., BV Düsseldorf, Lothar Rupprecht warnt jedoch davor die Ergebnisse der Studie zu verallgemeinern. Die Studie zeige seiner Meinung nach, "dass die Menschen, die wissen, um was es beim Diabetes geht, auch Erfolg haben, das heißt auf eine gute Einstellung achten.".
Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatten alle sechs Wissensfragen richtig beantwortet. Aber da die Umfrage auf Freiwilligenbasis stattfand, handelte es sich bei den Teilnehmern wahrscheinlich um Diabetiker, die grundsätzlich großes Interesse an dem Umgang mit ihrer Krankheit zeigten. "Bei den rund 70 Prozent der uninformierten Diabetiker würden die Ergebnisse wahrscheinlich ganz anders aussehen", so Rupprecht.

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