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Sanfte Blutgewinnung

Sanfte Blutzuckermessung

Sanfte Blutzuckermessung Die Diabetestherapie und mit ihr die kontinuierliche Kontrolle des Blutzuckerspiegels ist heutzutage längst nicht mehr so aufwendig und kompliziert wie noch vor einigen Jahrzehnten. Vieles wird dem Diabetiker durch gute medizinische Betreuung und die Unterstützung von kleinen Geräten abgenommen. Auf die Selbstkontrolle des eigenen Blutzuckers darf dennoch nicht verzichtet werden.

Damit die kontinuierliche Blutentnahme nicht ständig zur lästigen und schmerzhaften Angelegenheit wird, sollten Diabetiker auf einige Dinge achten, bevor und während sie sich selbst kontrollieren. Mit einer sanften Blutgewinnung wird das Pieksen deutlich entspannter.

Wann muss man messen

Wie häufig der Blutzucker im Einzelfall kontrolliert werden sollte, hängt grundsätzlich von der Diabetestherapie ab.  Zusätzliche Blutzuckerbestimmungen können in Sondersituationen jedoch besonders wichtig sein. So z. B., wenn Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten oder bei einer Erkrankung, die mit Fieber, Erbrechen und Durchfall verbunden ist. Auch vor Sport, auf Reisen, vor einer längeren Autofahrt oder bei einer Ernährungsumstellung kann es wichtig sein, dass man seine Blutzuckerwerte kennt und auf Veränderungen entsprechend reagiert.

Angst vor Unannehmlichkeiten

Die Notwendigkeit von Blutzuckermessungen in der Diabetestherapie ist unumstritten. Dennoch fürchten viele Betroffene Schmerzen beim Stechen, Verhornungen oder Beeinträchtigungen der Sensibilität an den Fingern. Oft löst auch schon der Anblick der "nackten" Lanzette Angst aus. Moderne Stechhilfen,bei denen die Lanzette nicht sichtbar ist, können wesentlich dazu beitragen, diese Angst zu verlieren.

Gewusst wie

Schmerzen können hierbei mit der richtigen Vorgehensweise weitgehend vermieden werden. Dafür ist es hilfreich zu wissen, dass es an der Fingerbeere - dem häufigsten Ort der Blutentnahme - Stellen gibt, die schmerzempfindlicher sind als andere. Das liegt daran, dass die Nervenrezeptoren in der Haut nicht gleichmäßig verteilt sind: Am Fingerspitzenballen befinden sich zum Beispiel wesentlich mehr Nervenfasern als an den seitlichen Fingerspitzen. Daher tut es auch am wenigsten weh, wenn man zur Blutentnahme die seitliche Fingerbeere bevorzugt. Dort ist übrigens auch die Blutversorgung am stärksten, sodass man dort nicht unnötig tief und damit schmerzhaft stechen muss.

Kleine Tipps erleichtern das Messen

Um das Messen weiter zu erleichtern empfiehlt es sich, die Hände zu waschen und danach mit einem Handtuch zu frottieren - so fördert man die Durchblutung. Der Finger sollte nicht zu stark gequetscht werden, falls nicht sofort Blut austritt. Die dabei austretende Gewebeflüssigkeit könnte möglicherweise den Wert verfälschen. Falls kein Blut austritt, sollte die Einstichtiefe der Stechhilfe verändert werden. Schon mit dem ersten Blutstropfen kann der Blutzucker gemessen werden. Im Gegensatz zu der früher vertretenen Ansicht ist es völlig unnötig, den ersten Tropfen wegzuwischen.

Gerade so tief wie nötig stechen

Je tiefer man in die Haut sticht, desto mehr Blutgefäße werden getroffen. Mit der Tiefe nimmt auch die Anzahl der Nervenfasern - und damit das Schmerzempfinden - zu.  Stechhilfen, die eine Anpassung der Einstichtiefe an die individuelle Hautdicke ermöglichen, helfen daher ganz entscheidend dabei, das Schmerzempfinden zu verringern.  Mittel-, Ringfinger und der kleine Finger sind die am besten geeigneten Finger für die Blutentnahme, weil kleine Verletzungen an Daumen und Zeigefinger bei vielen Handgriffen eher stören. Druck auf die Einstichstelle nach der Blutentnahme verhindert kleine Nachblutungen, die später bei Berührung schmerzen können.

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