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Wie misst man richtig?

Wie misst man richtig?

Blutzucker-Selbstkontrolle Ein gesundheitsbewusster Lebensstil ist die Basis für einen Erfolg versprechenden Umgang mit dem Typ-2-Diabetes. Das tägliche Messen gehört wie auch beim Typ-1-Diabetes selbstverständlich dazu. Eine Zusammenfassung zeigt, was dabei beachtet werden sollte.

Patienten, die in bestimmten Abständen ihren Blutzucker selbst kontrollieren, müssen in erheblich weniger Fällen mit einer Verschlimmerung der Krankheit rechnen. Außerdem ist die Sterblichkeitsrate der Betroffenen weitaus geringer. Die vor kurzem veröffentlichte ROSSO-Studie besagt, dass die Selbstmessung der Blutglukose in hohem Maße zu einer Verbesserung der Lebensumstände beiträgt. Man muss seltener mit Folgeschäden oder Stoffwechselentgleisungen rechnen.

Was sollte beim Messen beachtet werden?

Schmutz- und Schweißreste an den Händen können zu einer Verfälschung des Ergebnisses beitragen. Um dies auszuschließen, sollten die Hände mit warmem Wasser gereinigt werden. Dadurch wird zeitgleich die Durchblutung verbessert. Nicht geeignet sind Desinfektionsmittel. Diese können sich ebenfalls auf das Messresultat auswirken. Nach dem Abtrocknen sind zur Blutentnahme am besten Mittel-, Ring- und der kleine Finger geeignet, da die Hornhaut an Daumen und Zeigefinger oftmals dicker ist.

Hilfreiche Massagen

Auch bei der Blutentnahme sollte man vorsichtig sein: Der Finger darf nicht zu stark gequetscht werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Gewebewasser austritt. Dadurch kann das Ergebnis ebenfalls verfälscht werden. Da an den  Außenseiten der Finger die Schmerzempfindlichkeit niedriger ist, sollte an diesen Stellen das Blut entnommen werden. Eine leichte Massage kann helfen, um auch hier die Durchblutung anzuregen. Für den Fall, dass der austretende Blutstropfen zu klein ist, kann behutsam nachgeholfen werden, in dem man zum Beispiel den Arm ausschüttelt oder das Blut in Richtung Fingerkuppe ausgestrichen wird. Vor jeder Blutentnahme sollte die Lanzette gewechselt werden, da diese nach mehrmaliger Verwendung stumpf wird und somit die Schmerzempfindlichkeit steigt.

Hinterher

Unmittelbar nach der Messung sollte der Wert in ein Diabetestagebuch eingetragen werden. Die Teststreifen sollte man nur im Originalbehälter aufheben. Dort sind sie vor Feuchtigkeit, Luft und Licht geschützt. Abgelaufene Teststreifen oder solche, die längere Zeit im offenen Gefäß aufbewahrt wurden, sollten nicht mehr verwendet werden. Streifen mit Kratzern und Beschädigungen können die Messgenauigkeit beeinträchtigen und sollten daher ebenfalls nicht benutzt werden.
Es ist sinnvoll, regelmäßig an Schulungen teilzunehmen. Hier wird gezielt vermittelt, Messfehler zu vermeiden und besprochen, wie oft man abhängig vom Diabetestyp messen sollte. Je nach Bedarf werden Schulungen vom Arzt verschrieben, die Kosten werden dann von der Krankenkasse übernommen


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Autor: Kai Göretz

Quelle:
DIABETESGATE Gesundheitsinformationen
www.gesundheit.de
www.ddz.uni-duesseldorf.de

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